Irren ist menschlich

Irren ist menschlich

Rainer Gohde & Ilona Knobbe
Rainer Gohde & Ilona Knobbe

Darsteller: Ilona Knobbe, Rainer Gohde
Regie: Rainer Gohde

Wohin gehen die Tragöden wie “Romeo und Julia”, nachdem sie ihr Publikum zum Weinen brachten? Natürlich ins Nachtlokal auf die Brett'l Bühne, um es als Komikerpaar wieder zum Lachen zu bringen!

“Wochenmagazin” von Wolfgang Gorsboth”

In Ihrem Programm “Irren ist menschlich” machen die Schauspieler Ilona Knobbe und Rainer Gohde nicht nur einen Streifzug durch die menschlichen Irrtümer von der Wiege bis zur Bahre, sondern auch durch die “guten alten goldenen Zeiten” des Kabaretts und der Revuen.

Mit den Texten und Liedern der Autoren Busch, Kästner, Roth, Tucholsky, Valentin und Wedekind riskieren die beiden Akteure mit augenzwinkerndem Charme so manche große Lippe und es wird deutlich: All die Verse und Couplets sind heute noch genauso wahr, böse und bahnbrechend komisch wie “anno dazumal”. Der Ballanceakt zwischen Bissigkeit, Lachen und Nachdenklichem ist in dieser rasanten “Revue” den beiden gelungen:

“Ein Mensch erblickt das Licht der Welt, doch oft hat sich herausgestellt, dass dies der einzige Lichtblick war.“, solchermaßen eingestimmt durchläuft das Programm die einzelnen Stationen, die das Leben so prägen – Kindheit, erste Liebe, erster Ehekrach, Alkohol, Theater und Kriminelles.

Mit kräftigem Timbre besingt Ilona Knobbe den Ausbruchsversuch aus der spießigen Familienidylle mit “Zum Teufel mit dem schwarzen Kaffe”, “Kann denn Liebe Sünde sein” und dem Bericht des Dienstmädchens über den Vierfachmord des “Lehrer von Mezzodur”. Rainer Gohde serviert die “Versprecher” und Irrtümer des Theatermilieus, etwa, wenn der besoffene Gustav Renner “Hamlets Geist” geben soll und dabei zum Gaudi des Publikums aus der Rolle fällt oder als “der Hase im Rausch”, ein angetrunkener Schwerenöter, den Löwen weckt.

Zum Schluss wird es noch einmal besonders sarkastisch, denn “Crime-Time” ist angesagt. Klar, dass Wedekinds Lied *“Ich hab meine Tante geschlachtet” nicht fehlen durfte. Nach Rainer Gohdes ausdrucksstarker Interpretation auf der Grenze zwischen Tragik und Komik hätte, so heftig wie das Premierenpublikum, wohl auch der Meister selber applaudiert.

 

Die nächsten Vorstellungen (im Kurtheater Bad Schmiedeberg) sind am:

  • 01.05.2011 um 19.30 Uhr
  • 14.08.2011 um 19.30 Uhr
  • 04.09.2011 um 19.30 Uhr
  • 02.10.2011 um 19.30 Uhr
  • 18.11.2011 um 19.30 Uhr
 

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